

Notfall Krankenwagen TypB 52/26-1
Die Besonderheit dieses Notfall-Krankentransportwagen (KTW) Typ B ist die Ausstattung mit zwei Patiententragen. Dies erlaubt die Erstversorgung und den Transport von zwei verletzten oder erkrankten Personen. Als KTW-2 ist das Fahrzeug direkter Nachfolger des KTW-4. Der Notfall-KTW führt die Sanitätsausstattung nach EN 1789 mit: Fahrtrage Stollenwerk inklusive Nottrage, Schaufeltrage, Vakuummatratze und Krankentragestuhl, sowie spezielle Katastrophenschutzausrüstung. Weiterhin befindet sich ein pneumatisch gedämpfter Ambulanztisch vom Typ Hydropuls Komfort an Bord. Der Tragetisch selbst ist bis 250 Kilogramm beslastbar. Die zweite Trage ist seitlich verstaut und kann bei Bedarf einfach heruntergeklappt werden.
Das Fahrzeug im Detail
Ausserdem verfügt der Notfall-KTW über einen Trennwandschrank, der einen Apotherkerauszug, ein Medikamentenfach, ein Schubladenschrank, eine Thermobox, einen Schrank für Notfallrucksäcke inklusive Handwaschgelegenheit und ein Trennwandstaufach enthält. Hinten links befindet sich ein Hochschrank für Sauerstoff, zusätzlich sind Halterungen für die mitgeführte Vakuummatratze, Schaufeltrage und den Krankentragestuhl vorhanden. Im Aufbau können – sofern nur eine Krankentrage in Verwendung – zwei Begleitersitze besetzt werden. Die Fahrzeugdecke ist mit einem Infusionshalter versehen. Die seitliche Schiebetür verfügt außerdem mit einer mechanischen Einstiegshilfe Im Patientenraum besteht die Möglichkeit medizintechnische Geräte nach DIN EN 1789, wie z.B. EKG oder Defibrilator anzuschließen.
„Theoretisch ist der Notfall-KTW Typ B ein RTW wenn das entsprechende medizinische Gerät mitgeführt wird“ stellt Karl-Heinz Tolkamp klar. Letztlich liegt das aber an der Organisation, ob sie den Platz für ergänzende Ausrüstung nutzen will. Der Bund legte bei der Beschaffung großen Wert auf den täglichen Nutzen für die Hilfsorganisation, erklärte Karl-Heinz Tolkamp vom Aufbauhersteller WAS. Hinter diesem Ansinnen steht jedoch kein Altruismus, sondern die Konzeption des integrierten Gefahrenabwehrsystems.
WAS und Binz bauten das Dieselfahrzeug auf einem 3,88 Tonnen schweren Mercedes-Benz Sprinter 315 CDI mit verstärkter Vorderachse, einem 6-Gang Schaltgetriebe und einer Motorleistung von 110 KW auf. Das Fahrzeug hat einen Radstand von 3.665 Milimeter. Als Warnanlage wird Hänsch DBS 2000 eingesetzt.
Weitere Informationen zum Ausstattungskonzept des Bundes direkt auf der 
Webseite von FWNetz.de, unter anderem auch ein 
Video-Interview mit Karsten Mälchers, BBK
Das speziell für den ergänzenden Katastrophenschutz bzw. den Zivilschutz entwickelte Fahrzeug wurde dem DRK KV Böblingen zur Verstärkung der 
Sanitätskomponente der 
Einsatzeinheit zur Verfügung gestellt.

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